Medizinische Personalvermittlung Berlin

Medizinische Personalvermittlung in Berlin

TV Beitrag: Spanische Pflegekräfte in Berlin

Berlin ist unter Spaniern nicht nur als Party-Metropole beliebt. Immer mehr kommen, um hier zu arbeiten und zu leben. Und sie treffen auf Unternehmen, die an den meist gut ausgebildeten Arbeitskräften auch interessiert sind. Trotzdem ist für viele Spanier das Arbeiten im Ausland sehr schwierig. In Spanien sind zur Zeit 55,5 % der Jugendlichen arbeitslos. Kein Wunder also, dass viele versuchen, im Ausland einen Job zu finden oder eine Ausbildung aufzunehmen.


Die Krise in ihrem Heimatland hat Susana García Martín von Spanien nach Deutschland katapultiert. Die 24-jährige aus Granada ist ausgebildete Krankenschwester. Als sie zu Hause keine Arbeit fand, lernte sie deutsch, packte die Koffer und ging mit Hilfe einer spanisch-deutschen Personalvermittlung von Andalusien nach Berlin und fand dort Arbeit im Pflegeheim. Die neue Arbeit ist für Susana eine Herausforderung.


Gerade am Anfang war die die Verständigung schwierig. Für die vollständige Anerkennung ihrer spanischen Ausbildung in Deutschland sind gute deutsche Sprachkenntnisse jedoch entscheidend. Bis sie die nachweisen kann, darf sie vorerst nur als Pflege-Helferin arbeiten.

Ihr Kollege Jose hingegen hat die erforderliche Qualifikation bereits. Im Wachkoma-Bereich des Heims verdient er damit nicht nur rund ein Drittel mehr, sondern hat auch ein größeres Aufgabengebiet, darf beispielweise einen Katheter legen oder Injektionen geben.

 

Der Mangel an Fachkräften war der Auslöser für die Heimleitung, sich in Spanien umzusehen. Eine interessante Alternative - wenn auch nicht so einfach wie erwartet. Die Integrations-Belastung für die Bewerber ist deutlich höher als für die Stammbelegschaft. Daher arbeiten die spanischen Pflegekräfte vorerst nur 75%, um nach Feierabend noch genügend Zeit für die Sprachschule zu haben. Die Kosten trägt das Pflegeheim.

 

Der deutsch-spanische Personalvermittler Vicente Milán hofft, dass sich solche Kosten künftig durch die neuen Starthilfen der Bundesregierung senken lassen. 10.000 Arbeitssuchende sind in seiner Datei. Zuschüsse für Sprachkurse oder Umzugskosten wären eine große Hilfe.

 

Beitrag: Ira Zahlmann - 20.03.2013 - rbb: was!